über mich
Mein Name ist Liu Cui Yang, aber meine Familie nennt mich Liu Liu. Ich wurde 1980 als Tochter eines hübschen Mädchens aus einem kleinen Bergdorf im Bezirk Dao in Yongzhou, Provinz Hunan, geboren. In meinem lokalen Dialekt würde ich mich selbst als wildes Kind beschreiben, das gerne im Schlamm gespielt hat…
Mein Namenszusatz Cui, den ich in meiner Signatur verwende, ist der traditionellen chinesischen Namenskultur der dörflichen Großfamilien geschuldet. Er ist besonderes kulturelles Symbol, ein Generationszeichen, das die Abstammung kennzeichnet und die Generationenfolge bewahrt. Wir Kinder unserer Generation tragen deshalb alle diesen gemeinsamen Namenszusatz und ich bin ein bisschen stolz, dass ich damit immer an die Dorfgemeinschaft meiner Kindheit erinnert werde.
Aufgewachsen bin ich bei meinen Großeltern. Durch die große Armut in den Dörfern der damaligen Zeit wurden wir Kinder in die Haushalte der Familie verteilt. Die selbständige Arbeit auf den Feldern, die uns mit dem Notwendigsten versorgt haben, hat schon in den Kindheitstagen eine enge Verbundenheit mit der Natur entstehen lassen. Sie ist mir bis heute erhalten geblieben und hat ganz sicher stark dazu bei getragen, meine fantasievolle und ungebundene Persönlichkeit zu entwickeln.
Zur Unterstützung der Familie habe ich später in Fabriken und Unternehmen gearbeitet, aber das war nicht das Leben, das ich mir wünschte. Ich war stark gefordert und die ständige Einbindung in mir fremde Abläufe hat mich viel meiner Energie gekostet. Ich mochte nie, wenn äußere Einflüsse meine Gefühle oder Interessen bestimmen und ich habe mich sehr nach einem Leben mit einer reinen und natürlichen Seele gesehnt.
In Shanghai hat sich meine künstlerische Reise dann endlich fortgesetzt; dort hatte ich das Glück, mein eigenes Atelier im Künstlerareal M50 zu betreiben. Es war für mich ein künstlerisches Wieder-Erwachen und ich habe erstmalig auch viel in Öl gearbeitet.
2015 kam ich dann nach Deutschland und seit 2021 lebe ich nun ganz hier. Ich glaube, es war der Ruf meiner künstlerischen Seele, der mich hier her, in dieses wunderschöne Land der Kunst geführt hat. Hier kann ich ganz ich selbst sein, frei von Ablenkungen, und mich auf mein Leben und meine Arbeit konzentrieren.
Natürlich ist die Sprache eine Herausforderung und es ist ein wenig frustrierend weil ich immer noch oft Fehler mache. Ich habe deswegen schon viele, viele Male heimlich geweint, aber ich sage mir immer wieder: morgen wird es besser !
Ich stelle mir oft vor, dass ich in zwei unterschiedlichen Formen lebe, die ich für mich selbst mit zwei Dingen vergleiche – auf See und an Land:
- auf See bin ich ein Segelboot, das die Freiheit genießt und von den Wellen hin und her geworfen wird. Ein Leben voller grenzenloser Abenteuer und ohne absehbares Ende
- an Land aber bin ich eine Schildkröte, die überall, wo sie hinkommt, ihre Spuren hinterlässt und sich in ihrem eigenen Tempo bewegt und so ihre persönliche Geschichte erzählt.
Obwohl es nur langsam voran geht, bewege ich mich stetig vorwärts, ähnlich wie bei meinen künstlerischen Werken. Und ich verbinde meine Arbeiten heute wieder ganz spontan mit den Kindheitserlebnissen, der Kraft und Ausdrucksstärke, der von der Natur bereitgestellten Materialien.
In ihnen und der Arbeit mit ihnen erlebe ich meine so unterschiedlichen Lebenserfahrungen und Gefühle direkt und manchmal sogar überwältigend. Und ich bin glücklich, hier meine kreative Richtung gefunden zu haben, eine Verbindung meiner frühen Erfahrungen und meiner Ziele.
About me
My name is Liu Cui Yang, but my family calls me Liu Liu. I was born in 1980 as the daughter of a pretty girl from a small mountain village in Dao County, Yongzhou, Hunan Province. In my local dialect, I would describe myself as a wild child who loved to play in the mud...
The surname-suffix Cui, which I use in my signature, is derived from the traditional Chinese naming culture of large village families. It is a special cultural symbol, a generational mark that indicates ancestry and preserves the succession of generations. All of us children of our generation therefore bear this common suffix, and I am a little proud that it always reminds me of the village community of my childhood.
I grew up at the home of my grandparents. Due to the extreme poverty in the villages at that time, we children were distributed among the households of our family. Working independently in the fields, which provided us with the bare necessities, created a close connection to nature already in my childhood days. This connection has remained with me to this day and has certainly contributed greatly to the development of my imaginative and free-spirited personality.
To support my family, I later worked in factories and companies, but that was not the life I wanted. For me it was very demanding, and constantly being involved in processes that were foreign to me, took a lot of my energy. I never liked it when external influences determined my feelings or interests, and I longed for a life with a pure and natural soul.
My artistic journey finally continued in Shanghai, where I was fortunate enough to run my own studio in the M50 artists‘ quarter. It was an artistic reawakening for me, and I also worked extensively in oil for the first time.
I came to Germany in 2015 and have been living here full-time since 2021. I believe it was the call of my artistic soul that led me here, to this beautiful country of art. Here I can be completely myself, free from distractions, and focus on my life and my work.
Of course, the language is a challenge and it‘s a little frustrating because I still make mistakes often. I‘ve cried secretly many, many times because of this, but I keep telling myself: tomorrow it will be better !
Sometimes I think about how I live in two different ways, which I compare to two things—at sea and on land:
- at sea, I‘m like a sailboat, enjoying the freedom of being tossed around by the waves—a life full of endless adventures with no end in sight.
- on land, however, I am a turtle that leaves its mark wherever it goes, at its own pace, telling its personal story.
Although progress is slow, I am steadily moving forward, much like with my artistic works. And today, I spontaneously connect my work with my childhood experiences, the power and expressiveness of the materials provided by nature. In them and in working with them, I experience my diverse life experiences and feelings directly and sometimes even overwhelmingly. And I am happy to have found my creative direction here, a connection between my early experiences and my goals.
„I am moved to create works that satisfy me personally. By using materials from nature, such as leaves, flowers, and soil, I create works that express my deepest thoughts, my rich imagination, and my personal understanding of the meaning of life.”
„Mich bewegt, Werke zu schaffen, die mich persönlich befriedigen. Indem ich Materialien aus der Natur verwende, wie Blätter, Blumen und Erde, entsteht meine Arbeit, in der ich meine tiefsten Gedanken, meine reiche Fantasie und mein persönlichen Verständnis vom Sinn des Lebens zum Ausdruck bringe.“
Atelier Gulden, Glöwen/Prignitz, 2026
LiuCui Yang, geboren 1980 in der Provinz Hunan, China gründet 2008 Ihr Atelier und Studio in Shanghai, besucht die Kunstakademie in Tsingdao, China und arbeitet seit 2008 als freischaffende Künstlerin. Sie lebt in der Prignitz und in Shanghai.
„In meinen frühen Werken bringe ich meine chinesischen Wurzeln und die Einflüsse meiner Lebensphasen in Guangzhou, Shenzhen und Shanghai zum Ausdruck und nutze traditionelle Techniken der Tusche und Ölmalerei. Es folgen Präsentationen meiner Werke in Yongzhou und in meinem Atelier in Shanghai.„
„Mit meiner Umsiedlung nach Deutschland kehre ich zu den Wurzeln meiner künstlerischen Arbeit zurück und nutze nun vorwiegend von der Natur bereitgestellte Materialien in ihrer Kraft und Ausdrucksstärke zur Schaffung meiner Werke.“
LiuCui Yang, born in 1980 in Hunan Province, China, established her studio in Shanghai in 2008, attended the Academy of Fine Arts in Qingdao, China, and has been working as a freelance artist since 2008. She lives in Prignitz and Shanghai.
“In my early works, I express my Chinese roots and the influences of the periods I spent in Guangzhou, Shenzhen, and Shanghai, using traditional ink and oil painting techniques. This is followed by exhibitions of my work in Yongzhou and at my studio in Shanghai.”
“By moving to Germany, I am returning to the very roots of my artistic work and now primarily use materials provided by nature, drawing on their power and expressive strength, to create my works.”
Bisherige Ausstellungen
2009 – Yongzhou, Hunan, China
2009 – 2015 – Atelier Yang, Shanghai, China
2024 – Pentiment, Hamburg - https://www.pentiment.de
2025 – M50, Shanghai - M50 in Shanghai
2026 – M50, Shanghai
2026 – Lupinale, Lübz, MV - https://www.lupinale.de
2026 – Atelier Uli Fischer, Berlin - uli fischer
2026 – Atelier Gulden, Glöwen, PR - https://atelier-gulden.per-gulden.de
2026 – Kulturkombinat Perleberg, Perleberg, PR - https://www.kulturkombinat-perleberg.org
Past Exhibitions
2009 – Yongzhou, Hunan, China
2009–2015 – Atelier Yang, Shanghai, China
2024 – Pentiment, Hamburg
2025 – M50, Shanghai
2026 – M50, Shanghai
2026 – Lupinale, Lübz, Mecklenburg-Western Pomerania
2026 – Atelier Uli Fischer, Berlin
2026 – Atelier Gulden, Glöwen, Prignitz
2026 – Kulturkombinat Perleberg, Perleberg, Prignitz